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50 Jahre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Endlagerung im KIT

January 2017
KIT-SR 7723
KIT-SR 7723

Autor: B. Kienzler

KIT Scientific Publishing, KIT SR 7723, DOI: 10.5445/KSP/1000059829
ISBN: 978-3-7315-0586-0

URL: https://doi.org/10.5445/KSP/1000059829

 

Ausgehend von den politischen und gesellschaftlichen Randbedingungen werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle, wie sie im Kernforschungszentrum Karlsruhe im Institut für Nukleare Entsorgung durchgeführt wurden, zusammengestellt. Die Organisationformen und die jeweils wesentlichen Forschungsthemen werden genannt sowie die gegenwärtigen Forschungsthemen und die Einbindung des Instituts in Lehre und Ausbildung und in Beratungsaufgaben.


Long-Term Interactions of Full-Scale Cemented Waste Simulates with Salt Brines

January 2017
KIT-SR 7721
KIT-SR 7721

Autoren: B. Kienzler, Ch. Borkel, V. Metz, M. Schlieker.

KIT Scientific Publishing: KIT-SR 7721, DOI: 10.5445/KSP/1000058276,
ISBN: 978-3-7315-0576-1.

 

URL: http://dx.doi.org/10.5445/KSP/1000058276

 

Radioaktive Abfälle aus der Pilot-Wiederaufarbeitungsanlage WAK wurden in der Schachtanlage Asse II eingelagert. Ein großer Teil der Abfälle bestand aus zementierten NaNO3-haltigen Lösungen. Zur Untersuchung des Langzeitverhaltens dieser Abfälle wurden Experiment mit simulierten Abfallprodukten im Maßstab 1 zu 1 in relevanten Salzlösungen bis 2013 durchgeführt. Die im vorliegenden Bericht dargestellten Ergebnisse beinhalten die Lösungsentwicklungen und die chemische und mineralogische Charakteristiken der Festphasen einschließlich der Radionuklide, anderer Abfallkomponenten und der Paragenese der Festphasen (Korrosionsprodukte).

 


Jean-Jacques Pierrat (Ph.D.) - Botschaftsrat für Forschung und Technologie der französischen Botschaft in Berlin - informiert sich über aktuelle Projekte an der Synchrotronquelle ANKA des KIT (24.11.2016)

December 2016
Visite Pierrat
Prof. Geckeis erläutert das Forschungsprogramm des INE. Von links: V. Schulze (WBK), M. Nasse (IBPT), R. Ruprecht (IBPT), Botschaftsrat J.-J. Pierrat, H. Geckeis (INE).

Zum Abschluss seines eintägigen Besuchs des KIT am 24. November 2016 informierte sich der französische Botschaftsrat für Forschung und Technologie, Herr Jean-Jacques Pierrat, über aktuelle Projekte an der Synchrotronstrahlungsquelle ANKA auf dem Campus Nord. Koordiniert wurde das Besichtigungsprogramm durch Manuella Werp - seit kurzem verantwortlich für French-German Relations in der Dienstleistungseinheit International Affairs (INTL). Herr Pierrat wurde im Ost-Anbau der ANKA-Halle durch Michael Nasse und Robert Ruprecht vom Institut für Beschleunigerphysik und -technologie (IBPT) begrüßt, die ihm zunächst anhand des dort aufgestellten Modells der ANKA-Beschleunigeranlage einen kurzen Überblick über ANKA, das betreibende Institut IBPT und die Einbindung in die Forschungslandschaft des KIT boten. Fortgesetzt wurde die Präsentation im Kontrollraum der 2016 erfolgreich in Betrieb genommenen neuen Strahlführung „CAT-ACT“, die in alternierend von den KIT-Instituten ITCP/IKFT sowie INE genutzten Messlaboren hochpräzise spektroskopische Untersuchen an aktiven Katalysatoren („CATalysis research“) bzw. hochradioaktiven Kernmaterialien („ACTinide research“) mittels intensivem Synchrotronlicht in einem weiten Energiebereich ermöglicht. Herr Nasse erläuterte zunächst die verschiedenen Aufgaben des IBPT, zu denen neben dem Betrieb des ANKA-Speicherrings als Synchrotronstrahlungsquelle auch die Entwicklung neuartiger Beschleunigersysteme wie der im Bau befindlichen Testanlage FLUTE und von Strahldiagnostik-Tools für Teilchenbeschleuniger gehört. Ein Alleinstellungsmerkmal besitzt ANKA mit dem Betrieb von mittlerweile zwei Messplätzen (INE-Beamline und ACT-Labor) zur Untersuchung der chemisch-physikalischen Strukturen hochradioaktiver Probensysteme mittels verschiedener röntgenspektroskopischer Verfahren. Das Forschungsprogramm des hierbei verantwortlichen Instituts für Nukleare Entsorgung (INE) und die Bedeutung der ANKA-Anlage für die Erforschung von Konzepten zur Behandlung und Endlagerung radioaktiver Abfälle wurde von Horst Geckeis, Leiter des INE, vorgestellt. Jörg Rothe erläuterte die Messmöglichkeiten an beiden Beamlines, deren besonderer Standortvorteil in der direkten Anbindung an die radiochemischen Labors des INE auf dem Campus Nord des KIT besteht. Zum Abschluss des Besuchs unterhielt sich Herr Pierrat noch kurz mit Wissenschaftlern des französischen CEA Cadarache (Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives), das als externer Kooperationspartner regelmäßig die Messmöglichkeiten für radioaktive Probensysteme an ANKA nutzt.


2nd DAEF Conference on ‚Key Topics in Deep Geological Disposal – Challenges of a Site Selection Process: Society – Procedures – Safety‘

December 2016
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2nd DAEF Conference opening talk
DAEF bild 2
2nd DAEF Conference poster session

Vom 26. - 28. September 2016 fand in Köln die von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung (DAEF) veranstaltete 2. Konferenz „Key Topics in Deep Geological Disposal – Challenges of a Site Selection Process: Society – Procedures – Safety“ statt.

Die DAEF ist ein Zusammenschluss deutscher Einrichtungen (unter dem derzeitigen Vorsitz des KIT), deren Forschungsaktivitäten überwiegend im Bereich der Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle liegen. Der Fokus der DAEF liegt auf der sicheren Entsorgung von radioaktivem Abfall und der stetigen Weiterentwicklung der damit verbundenen wissenschaftlichen und technischen Expertise unter Einbezug von sozioökonomischen Themen. Dazu gehören auch wissenschaftliche Fragestellungen im Hinblick auf ein Auswahlverfahren für einen Standort zur Tiefenlagerung.

Im Rahmen der Konferenz wurde anhand von Übersichtsvorträgen der aktuelle Kenntnisstand zu zentralen Aspekten der Endlagerforschung vorgestellt. Dabei wurden, wie auch im Rahmen der 1. DAEF-Konferenz, sozioökonomische und soziotechnische Themen einbezogen. Der Fokus der diesjährigen Konferenz lag auf der Arbeit der „Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“. Im Rahmen einer eigenen Session stellten ehemalige Mitglieder der Endlagerkommission ihre Arbeit vor. Die internationale Sichtweise wurde durch einen Schweizer Experten vorgestellt.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen präsentierten ihre eigenen Arbeiten ausführlich im Rahmen von Vorträgen und Posterbeiträgen. Erstmalig wurden die exzellenten Arbeiten der Nachwuchswissenschaftler durch die Vergabe von 3 Posterpreisen gewürdigt.


Franzosini-Award for Dr. David Fellhauer

August 2016
Dr. David Fellhauer (KIT-INE) and Prof. Clara Magalhaes (IUPAC-SSED chair)
Dr. David Fellhauer (KIT-INE) and Prof. Clara Magalhaes (IUPAC-SSED chair)

During the ISSP17 Conference (24-29.07.2016, Geneva, Switzerland), Dr. David Fellhauer of KIT-INE received the international Franzosini Award 2016 from Prof. C. Magalhaes. The Franzosini award is given to Dr. Fellhauer in view of his outstanding scientific work on actinide solubility and thermodynamics in aquatic systems relevant to nuclear waste disposal.

The Franzosini Award is given biannually by the IUPAC Subcommittee on Solubility and Equilibrium Data (SSED) to an excellent young scientists. The IUPAC SSED coordinates projects in the area of compilation and critical evaluation of published experimental data on the chemical solubility of well defined substances and other equilibrium systems.


Poster-Award for Dr. Ezgi Yalcintas

August 2016
Poster-Award for Dr. Ezgi Yalcintas
Poster-Award for Dr. Ezgi Yalcintas

Dr. Yalcintas was rewarded a Poster-Award for her work on „solubility of UO2(am,hyd) in alkaline carbonate solutions“ at the ISSP17 Conference in Geneva, Switzerland, by the local organiser Dr. Montserrat Filella. The work of Dr. Yalcinats on uranium(IV) chemistry and thermodynamics in aqueous solutions is integrated into the BMWi funded EDUKEM project. ISSP is an established bi-annual conference series organised by IUPAD SSED, aiming at discussing and promoting the study of solubility phenomena and related equilibrium processes.


The Royal Society of Chemistry awarded the prestigious Royal Society of Chemistry Becquerel medal to Prof. Dr. M.A. Denecke.

July 2016
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Prof Melissa Denecke, winner of the Royal Society of Chemistry Bequerel Medal. Photo by Jason Lock, Dalton Nuclear Institute, The University of Manchester

The Royal Society of Chemistry awarded the prestigious Royal Society of Chemistry Becquerel medal to Prof. Dr. M.A. Denecke.

Prof. Denecke was senior scientist at the INE before she was appointed co-director of the Dalton Nuclear Institute at the University of Manchester.

Congratulations from the entire INE-team!

The latest edition of Dalton News is available here.

 

 

 

 


First Annual Workshop of CEBAMA Project

June 2016
Cebama First Workshop
Participants of the 1st Annual Workshop of the CEBAMA project

The 1st Annual Workshop of the CEBAMA project was held on 11th–13th May 2016, in Barcelona, Spain, hosted by Amphos21. The workshop was well attended by 60 participants coming mainly from the Project Beneficiaries but also members of the CEBAMA End-User Group. The CP CEBAMA is coordinated by KIT-INE and addresses key issues of relevance for long term safety and key scientific questions related to the use of cement-based materials in nuclear waste disposal applications. The project is implemented by a consortium with 27 Beneficiaries from EURATOM Signatory States, Japan and Switzerland. National Waste Management Organizations contribute to the running project by participation in the End-User Group, by co-funding Beneficiaries, and provide for knowledge and information transfer. The 1st Annual Workshop of the CEBAMA project aimed at providing a forum for discussion and dissemination of scientific and technical project results, preparing for periodic reporting and planning on future activities in CEBAMA.

With CEBAMA being 6 months into the experimental R&D programme at present, the 1st Annual Workshop was organized as a cluster-meeting, integrating several different elements, i.e. reporting by Coordination Team, meetings within ExCom, exchange with EUG and meeting of the General Assembly. Parallel sessions of the three R&D oriented project workpackages (WPs) on the first day were used to discuss technical aspects related to the individual WPs and ensure good cooperation and exchange both within each WP, but also between WP1, WP2 and WP3. The key component of the workshop were the seven hours of scientific/technical oral presentations by the Beneficiaries from all WPs at the Plenary stage, focusing on presenting and disseminating first R&D results to the audience and discussing ongoing work. A separate poster session gave opportunity to present further R&D details and was a very productive forum for additional discussions and exchange among the participants.

A specific Topical Session with invited speakers entitled “Lessons learned from previous and current projects on cementitious barriers” gave good insight into related projects of interest to the CEBAMA consortium. Talks were given M. Vuorio (on behalf of J. Hansen) on “DOPAS PROJECT: Experiences and lessons learned 2012-2016”, N. Michau “Results, lessons learned and residual uncertainties from the ECOCLAY II project”, and U. Mäder and V. Cloet “CI Experiment: Cement-Clay-Interaction. 5-year evolution of cement-clay interfaces”.

About 30 S&T contributions prepared by the Beneficiaries based upon the presentations given at the Project Workshop are under review by WP leaders and the EUG. The S&T contributions and posters will be published in the 1st Annual Workshop Proceedings, documenting and disseminating R&D performed in Cebama. The Proceedings will be published at KIT Scientific Publishing and are available at the CEBAMA Website (www.cebama.eu) later in 2016. Also available at the Project Website are the submitted Public Deliverables which can be readily downloaded and are a source of additional information on the R&D performed in CEBAMA.

The Issue No.1 of the CEBAMA Newsletter was published and distributed in February 2016 and is available at the Project Website or by using the following link.

It was decided at the Barcelona meeting that the 2nd Annual Workshop of CEBAMA will be held in Finland on 3 days in the week of 15th-19th May 2017, hosted by VTT. The 2nd Annual Project Workshop will again be open to interested external participants and will be announced via email, or at the CEBAMA and IGD-TP Websites.

For further information on the CEBAMA project please contact the Coordinator at marcus.altmaier∂kit.edu

 


Poster prize for Nese Cevirim at the 4th International Workshop on “Mechanisms and Modelling of Waste/Cement Interactions”

June 2016
Foto Nese Cevirim
Nese Cevirim received the poster prize for her work on “Redox Chemistry and Solubility of Uranium in Alkaline to Hyperalkaline NaCl/KCl Systems”.

The highly successful workshop was organized by EMPA, PSI and the University of Bern between May 22nd and 25th, 2016, in Murten, Switzerland, and was attended by over 100 international participants. The workshop series “Mechanisms and Modelling of Waste/ Cement Interactions” focuses on the chemical understanding and the thermodynamic modelling of the processes responsible for the stabilization of hazardous and radioactive wastes in cementitious systems.

 

Nese Cevirim received the poster prize for her work on “Redox Chemistry and Solubility of Uranium in Alkaline to Hyperalkaline NaCl/KCl Systems”. Based upon the studies, performed within her ongoing PhD which is integrated in the German BMWi funded EDUKEM project (02E11334C), a significantly improved description of uranium chemistry under the specific geochemical conditions expected for cementitious environments has been developed.


INE co-edited NEA-OECD “ClayClub” CMS workshop lecture series Volume 21 (open access)

June 2016
cms lecture series cover
T. Schäfer, R. Dohrmann, H.C. Greenwell (eds.): “Filling the gaps – from microscopic pore structures to transport properties in shales”, The Clay Minerals Society Workshop Lectures Series, Vol. 21 (2016), ISBN - 978-1-881208-46-4.

INE organized together with BGR and the Durham University a workshop entitled “Filling the gaps – from microscopic pore structures to transport properties in shales”. This workshop was initiated by the NEA-OECD “ClayClub”, the Clay Minerals Society, and the Euroclay conference series. The aim of the workshop was to give a current state-of-the-art of different spectroscopy and microscopy methods to better understand microscopic pore structures and transport properties in shales. It addressed new developments in the field in order to address the above mentioned knowledge gaps in clay minerals and clay rich shales. The workshop also provided an excellent opportunity for exchange of knowledge with research communities concerned with the safe long-term management of radioactive waste within argillaceous sediments, and the shale gas and oil exploration. The summary of this workshop including eighteen peer reviewed contributions is now available as open access publication under:

http://www.clays.org/OTHER%20CMS%20PUBLICATIONS/wrksh21.htm


As a summary of five days full of cutting-edge X-ray science, the XAFS16 conference proceedings including 14 KIT contributions have just been published.

June 2016
IOP Proceedings cover
IOP Proceedings Cover

Completing the very successful 16th International Conference on X-ray Absorption Fine Structure with more than 550 participants held at KIT last year, the conference proceedings have just been published online. Based on XAFS16 keynotes, contributed talks, poster presentations and complementary workshops, the conference proceedings include 150 contributions grouped into nine scientific fields as well as results of the satellite meeting “Data acquisition, treatment, storage - quality assurance in XAFS spectroscopy” held at DESY in Hamburg. KIT with its institutes ANKA (now IBPT), IPS, INE and ITCP/IKFT as well as DESY helped creating an outstanding collection of state-of-the-art developments and applications in X-ray absorption spectroscopy and related techniques.
Volume 712 of the Journal of Physics: Conference Series has been chosen to publish all contributions to the conference and related workshops and satellite meetings. All manuscripts have been rigorously reviewed and are available online free of charge in perpetuity.

The volume covers all aspects of X-ray absorption spectroscopy, from the latest theoretical developments to instrumentation and applications. X-ray absorption techniques are applied for the benefit of an extraordinarily broad range of applications: in-situ characterization of catalytic reaction processes, environmental contaminant and radionuclide speciation, novel developments in medical applications and forensic analysis of cultural and historical objects – to name just a few. Results from the German synchrotron radiation facilities including KIT-ANKA are well represented in all topics.

J-D Grunwaldt, M Hagelstein and J Rothe, "16th International Conference on X-ray Absorption Fine Structure (XAFS16)," IOP Publishing, Journal of Physics: Conference Series, 712 (2016) 011001

 


Dr. Gopala Krishna Darbha has been recently awarded the prestigious “Ramanujan Fellowship” by the Department of Science and Technology, India.

Mai 2016
Gopala
Dr. Gopala Krishna Darbha

Dr. Gopala Krishna Darbha was as a senior researcher at KIT-INE for five years (2011-2016) in the Geochemistry division where his main focus was to understand the transport of colloid(nanoparticles)-aided-contaminant transport in the subsurface environment. He has been recently awarded the prestigious “Ramanujan Fellowship” by the Department of Science and Technology, India. The fellowship is scientist-specific and very selective. It is aimed to attract highly skilled and brilliant researchers (Indian Nationals) working overseas in various cutting edge disciplines of Science & Technology, by providing them an attractive avenue to pursue their R&D interests in Indian institutions. For the 2016 year, only Dr. Darbha has been awarded the Ramanujan Fellowship in the Earth & Atmospheric Sciences division.

KIT-INE congratulates him for his achievement wishing him all the best for his future endeavors and is looking forward for a successful collaboration between Germany and India to foster the sharing of knowledge in the field of science and technology.


Materials Science and Engineering Department students from the French Ecole Nationale Supérieure des Mines de Nancy visit ANKA (11 March 2016)

March 2016
Nancy guest photo
The guest from Nancy and the tour guides assembled for a group photo in front of the ANKA building.

Materials Science and Engineering Department students from the French Ecole Nationale Supérieure des Mines de Nancy visit ANKA (11 March 2016)

A group of 25 undergraduate students enrolled at the Materials Science and Engineering Department of the French elite university Ecole Nationale Supérieure des Mines de Nancy in Karlsruhe’s sister city took the opportunity to visit the KIT synchrotron radiation facility ANKA on the way back home from a one week excursion to several German research institutions. The group was accompanied by three supervisors, headed by Dr. Marc Ponçot, assistant professor at the Ecole des Mines and the Université de Lorraine in Nancy. A half day scientific program including lectures and an extended tour of the ANKA accelerator facilities, beamlines and laboratories was organized by scientists from the KIT Institute for Nuclear Waste Disposal (INE) and Institute for Accelerator Physics and Technology (IBPT), which is operating the ANKA storage ring and developing accelerator technologies for a future generation of synchrotron light sources. After a short introduction into KIT and its research portfolio, the little symposium on synchrotron technology and applications was opened by Patrick Schönfeldt, PhD student at IBPT, on “Accelerator Research at KIT-IBPT and ANKA”,  followed by two INE contributions - an “Introduction to X-ray Absorption Spectroscopy” by Jörg Rothe and a “XAS investigation of the retention of radionuclides by secondary phases” by Nicolas Finck. The latter lecture was highlighting the important role of synchrotron based XAS techniques to understand the behavior of radionuclides in a future nuclear waste repository. The last presentation was given by Martin Börner from the Institute of Microstructure Technology (IMT), an “Introduction to X-ray lithography with synchrotron radiation”. In this talk it was emphasized that the need to have all steps of the LIGA microfabrication technology - where IMT and its spin off companies are currently market leaders - on site at Campus North was the original motivation to establish the ANKA light source in Karlsruhe. Following this overview on different research fields at KIT which are strongly depending on the bright X-rays delivered by ANKA, an extended tour of the facility gave the opportunity for discussions with experts at beamlines and associated laboratories. The visit of the French guests ended with a joint lunch in the Campus North canteen.

Special thanks to Bärbel Krause (IBPT) and Tonya Vitova (INE) who supported the ANKA tour.

(J. Rothe, 06 May 2016)


KIT-INE researchers visit the city of scientific technologies Daejeon (Korea)

Januar 2016
KAIST workshop lecturers
BioFeRad lecturers (left to right): Hyungjun Kim, Sungjun Bae, Jong- Il Yun, Thorsten Schäfer, Robert Polly, Woojin Lee, Daeseung Kyung, Ugras Kaplan.
at the entrance of KURT
At the entrance of KURT (from left to right): Ji-Hun Ryu, Ugras Kaplan, Robert Polly, Min-Hoon Baik, Thorsten Schäfer, Jung-Woo Kim, Sungjun Bae

KIT- INE researcher visited KAIST (Korea Advanced Institute of Science and Technology) within the 1st Annual BioFeRad project (“Molecular-scale investigation of interaction mechanisms between uranium and iron-bearing minerals under diverse geochemical conditions of groundwater”) workshop on 26th January 2016 funded by the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) within the framework of the strategy of the German Federal Government for the internationalization of science and technology with Korea. The BioFeRad project is led by Prof. Woojin Lee (KAIST) and Prof. Thorsten Schäfer (KIT-INE). Specific topics discussed during the 1st Annual meeting focused on iron mineral surface induced redox reactions of organic and inorganic species and their kinetics, the spectroscopic characterization of uranium ternary complexes in solution and at the mineral surface and the system description by quantum chemistry, density functional theory (DFT) and molecular dynamic (MD) simulations.   

The second day the INE delegation was invited to KAERI (Korean Atomic Energy Research Institute) discussing ongoing and future collaborative activities with the group of Dr. Min-Hoon Baik especially in the field of radio- geochemistry and reactive transport modelling. The program included a visit of the hot lab facility and the extended Korean Underground Research Tunnel (KURT).  


INE contribution on the first structural characterization of Pa(IV) in aqueous solution makes cover of Dalton Transactions January 2016 issue 2 and was designated as December 2015 “Hot Article”

Januar 2016
Dalton cover
Dalton cover

First structural characterization of Pa(IV) in aqueous solution and quantum chemical investigations of the tetravalent actinides up to Bk(IV): the evidence of a curium break

Nidhu lal Banik,*a Valérie Vallet,b Florent Réal,b Réda Mohamed Belmecheri,c Bernd Schimmelpfennig,a Jörg Rothe,a Rémi Marsac,a Patric Lindqvist-Reis,a Clemens Walther,d Melissa A. Deneckee and Christian M. Marquardta

 

aInstitut für Nukleare Entsorgung, Karlsruhe Institute of Technology, P.O. Box 3640, 76021 Karlsruhe, Germany, *E-mail: nidhu banikThw9∂kit edu

bLaboratoire PhLAM, UMR-CNRS 8523, Université Lille 1 (Sciences et Technologies), F-59655 Villeneuve d’Ascq, France

cLaboratoire de Thermodynamique et Modélisation Moléculaire, Faculté de Chimie, USTHB BP 32 El-Alia, 16111 Bab-Ezzouar, Algeria

dInstitut für Radioökologie und Strahlenschutz, Leibniz Universität Hannover, Hannover, Germany

eDalton Nuclear Institute, The University of Manchester, Manchester, UK

 

More than a century after its discovery the structure of the Pa4+ ion in acidic aqueous solution has been investigated for the first time experimentally and by quantum chemistry. The combined results of EXAFS data and quantum chemically optimized structures suggest that the Pa4+ aqua ion has an average of nine water molecules in its first hydration sphere at a mean Pa–O distance of 2.43 Å. The data available for the early tetravalent actinide (An) elements from Th4+ to Bk4+ show that the An–O bonds have a pronounced electrostatic character, with bond distances following the same monotonic decreasing trend as the An4+ ionic radii, with a decrease of the hydration number from nine to eight for the heaviest ions Cm4+ and Bk4+. Being the first open-shell tetravalent actinide, Pa4+ features a coordination chemistry very similar to its successors. The electronic configuration of all open-shell systems corresponds to occupation of the valence 5f orbitals, without contribution from the 6d orbitals. Our results thus demonstrate that Pa(IV) resembles its early actinide neighbors.


New Perspectives for Catalyst and Radionuclide Research at KIT: the CatAct Beamline at the ANKA Synchrotron Radiation Facility is successfully commissioned

December 2015
picture of CATACT optics
CAT-ACT optics

Just prior to the winter shutdown a significant milestone was reached in the commissioning of the new beamline for catalysis- and radionuclide research CatAct at the Karlsruhe synchrotron radiation source ANKA: the step-by-step alignment of the optical components, starting from the radiation source itself - a superconducting wiggler in the storage-ring – all the way to the high-precision mirrors which focus and guide the highly intensive X-rays to the two new experimental stations. The experimental stations themselves are located in two new laboratories: for “Catalysis research”, jointly operated by the KIT Institute for Technical Chemistry & Polymer Chemistry (ITCP) and the Institute for Catalysis Research and Technology (IKFT), and for “Actinde science”, operated by the Institute for Nuclear Waste Disposal. The two experimental facilities are operated alternately. In the first week of December 2015 the first X-ray absorption spectra were acquired from materials related to both research areas.                 

One of the main research areas of ITCP/IKFT is the development of application-oriented catalysts, for example, as energy-storage materials for wind- and solar- generated power, or for purification of exhaust-gases, where due to increasingly stringent limits on exhaust-gas emissions for both diesel- and petrol-powered vehicles exhaust-gas catalysts are playing an increasingly important role (at present this consumes more than 50% of the available precious metal production, in particular Pt, Rh, and Pd.)  The application of synchrotron radiation techniques makes it possible to investigate catalytic processes under real reaction conditions, which in turn allows the direct application of the results gained to current industrial and academic problems, for example in the design, fabrication and modelling of catalysts. X-ray spectroscopic measurements such as those carried out at the CatAct facility provide a unique insight into the electronic and atomic structure of the precious-metal constituents of these catalysts, making a key contribution to the optimization of their performance and consequent reduction in the usage of these expensive materials. The pilot experiments carried out on such platinum catalysts in December at CatAct are a foretaste of the research possibilities now available at the beamline: from early 2016 the new facility at ANKA will offer a worldwide unique experimental station and infrastructure targeted towards application-oriented investigation of catalyst systems, both for university and program-oriented research (SCI, STN, EE, and MML).               

Alongside current advancements in the production and processing of environmentally sustainable catalyst and energy storage materials, the safe, long-term storage of waste materials from nuclear power-generation represents a massive scientific, technical and societal problem. A scientifically sound and socially acceptable waste-disposal concept demands detailed understanding of the mid-term and long-term behaviour of highly active, heat-producing nuclear waste materials (in particular reactor fuel-rods and vitrified reprocessing residues) in intermediate and in future long-term geological repositories. Ensuring that these materials remain permanently isolated from the biosphere requires an understanding of their complex materials science, for example the relationship between chemical state and leaching-properties of uranium and other radionuclides in waste-glasses. Also in this field X-ray absorption spectroscopy delivers directly applicable results, as was illustrated by pilot-experiments on simulated, uranium-doped borosilicate nuclear waste glasses. With a license to investigate radio-isotopes up to 106 times the exemption limit, the new ACT-Station at ANKA, together with the existing INE-Beamline and the direct proximity of the radionuclide laboratories of both INE and the European Commission’s Institute for Transuranium Elements (JRC-ITU), is recognized as presenting unique possibilities for safety research relevant for nuclear waste disposal at the European level. These facilities are available to both the national and international user community within the HGF NUSAFE program and via strategic research cooperation.


CP BELBaR meeting & international training course organized by INE

October 2015
Belbar news
Prof. Stepan Kalmykov (Lomonosov Moscow State University, Russia) starting his lecture during the training course.

After a two day work package meeting of the EU 7th framework project CP BELBaR (Bentonite Erosion: effects on the Long term performance of the engineered Barrier and Radionuclide Transport) 20 PhD students or early-carrier Post-Docs from the United Kingdom (6), Finland (3), Czech Republic (3), Sweden (2), Germany (2), Spain (1), Belgium (1), China (1) and South Korea (1) working in the broad field of clay mineralogy, colloid chemistry and/or nuclear waste disposal research attended the CP BELBaR  training course held at INE from 14th-16th October 2015.

Introductory lectures were given by well-known experts in the field including e.g. Stepan Kalmykov (Lomonosov Moscow State University, Russia), Ivars Neretnieks (KTH, Stockholm, Sweden) and  Tiziana Missana (CIEMAT, Madrid, Spain) followed by technical presentations and hands-on training on state-of-the-art analytical techniques available at INE suitable to characterize clays, clay colloids and the interaction of clay colloids with radionuclides. The practical units partly held in the controlled area included techniques such as Atomic Force Microscopy (AFM), Laser Induced Breakdown Detection (LIBD), Photon Correlation Spectroscopy (PCS), Streaming and zeta potential measurements, Flow Field Flow Fractionation (FlFFF), Environmental Scanning Electron Microscopy (ESEM) and Time Resolved Laser Fluorescence Spectroscopy (TRLFS). The training course ended with a visit of the ANKA Synchrotron radiation facility at KIT with a special focus on the INE beamline.


Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Schwarzelühr-Sutter im Institut für Nukleare Entsorgung

October 2015
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Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Schwarzelühr-Sutter im Institut für Nukleare Entsorgung

Am 08. Oktober 2015 besuchten die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMUB Rita Schwarzelühr-Sutter und die Regierungsdirektorin im Referat RS III 2 (Grundsatzangelegenheiten der nuklearen Entsorgung, Standortauswahl Endlagerung) Mechthild Caspers im Rahmen eines Besuchs am KIT das Institut für Nukleare Entsorgung um sich einen Überblick der Forschungsarbeiten rund um das Thema Endlagerung zu verschaffen. Im Kontrollbereich des INE informierten sich die Staatssekretärin und die Regierungsdirektorin umfassend über die experimentellen Arbeiten.


The Helmholtz Young Investigators Group at INE was excellently evaluated!

August 2015
Zertifikat_HYIG.jpg
Zertifikat HYIG Tonya Vitova

The Helmholtz Young Investigators Group at INE was excellently evaluated! 

The interim evaluation of the Helmholtz Young Investigators Group “Advanced synchrotron based systematic Investigations of actinide and lanthanide systems to understand and predict their reactivity” led by Tonya Vitova was recently completed by an independent external review committee and the KIT Council for Research and Promotion of Young Scientist (KIT-CRYS). The achievements of the group were highly recognized and designated “mit sehr gutem Erfolg” (c.f. certificate and link to the web site of the group).


High energy resolution XES/RIXS/XAS methods are now available for highly radioactive materials

RIXS map of PuVI
3d4f RIXS map of Pu(VI) in aqueous solution

The Helmholtz Young Investigators Group (HYIG) “Advanced synchrotron based systematic investigations of actinide (An) and lanthanide (Ln) systems to understand and predict their reactivity” led by Tonya Vitova designed, installed and commissioned a multi-analyzer Johann type X-ray emission spectrometer (MAC-spectrometer) at the INE-Beamline for actinide research at the ANKA synchrotron radiation facility, Karlsruhe, Germany (cf. “Instrumentation” in http://www.ine.kit.edu/127.php). The set-up was recently optimized for actinide (An) M4,5 edge high energy resolution X-ray absorption near edge structure (HR-XANES) and X-ray emission spectroscopy (XES)/resonant inelastic X-ray scattering (RIXS) (cf. Figure) experiments in collaboration with the Synchrotron radiation group and the workshop of INE. This instrument, combined with access to the controlled area laboratory at INE in close proximity, is worldwide unique, enabling An M4,5 edge HR-XANES and XES/RIXS investigations of solid and liquid phase radioactive materials, including those under extreme conditions. For the first time ever U, Np and Pu M4,5 edge HR-XANES and RIXS studies of genuine nuclear waste glass, spent nuclear fuel and aqueous solutions containing various Pu oxidations states were recently performed (cf. “Highlights” in http://www.ine.kit.edu/127.php).


INE publication makes cover image of Environmental Science & Technology Letters

May 2015
INE cover image ESTL
INE makes cover image

Complete Restriction of 36Cl Diffusion by Celestite Precipitation in Densely Compacted Illite

Aurélie Chagneau †‡§, Christophe Tournassat *§∥, Carl I. Steefel ∥, Ian C. Bourg ∥#, Stéphane Gaboreau §, Imène Esteve ⊥, Tomas Kupcik †, Francis Claret §, and Thorsten Schäfer †‡
Institute for Nuclear Waste Disposal (INE), Karlsruhe Institute of Technology (KIT), 76021 Karlsruhe, Germany
Department of Earth Sciences, Freie Universität Berlin, 12249 Berlin, Germany
§ Water, Environment and Ecotechnology Division, French Geological Survey (BRGM), Orléans, France
Earth Sciences Division, Lawrence Berkeley National Laboratory, Berkeley, California 94720, United States
# Department of Civil and Environmental Engineering (CEE) and Princeton Environmental Institute (PEI), Princeton University, Princeton, New Jersey 08544, United States
Institut de Minéralogie et de Physique des Milieux Condensés, UMR 7590 CNRS-UPMC-IRD, University of Jussieu, 75252 Paris, France

Environ. Sci. Technol. Lett., 2015, 2 (5), pp 139–143
DOI: 10.1021/acs.estlett.5b00080
Publication Date (Web): April 21, 2015
Copyright © 2015 American Chemical Society
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News zu ABC-Salt (IV) und HiTAC (II)

April 2015
ABC-Salt (IV) und HiTAC (II)
ABC-Salt (IV) und HiTAC (II)

Am 14. und 15. April 2015 fand in Heidelberg zum vierten Mal der von KIT-INE und LANL co-organisierte ABC-Salt (Actinide Brine Chemistry in a Salt-Based Repository) Workshop statt. Im Rahmen dieser in NEA-Salt Club Aktivitäten integrierte Workshopreihe werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert und diskutiert, die zum besseren Verständnis der wässrigen Geo- und Radiochemie mit Relevanz für die Langzeitsicherheit eines Endlagers im Salz dienen. Am diesjährigen ABC-Salt (IV) Workshop nahmen 60 internationale Wissenschaftler aus 8 verschiedenen Nationen teil, die ihre neuesten Erkenntnisse im Rahmen von Vorträgen und Postern vorstellten und sich in zahlreichen angeregten Diskussionen austauschten. Ein Schwerpunkt der Teilnehmer kam aus Deutschland und den USA, in denen die Endlagerung von radioaktiven Abfällen in Salz aktuell diskutiert oder realisiert werden. Angesichts des sehr positiven internationalen Feedbacks zur ABC-Salt Workshopreihe wurde der nächste ABC-Salt Workshop für Frühjahr/Sommer 2017 in den USA angekündigt.

 

Der Fokus der von KIT-INE initiierten Workshopreihe HiTAC (High Temperature Aqueous Chemistry) liegt auf der wässrigen Geochemie und dem chemischen Verhalten von Radionukliden in wässrigen Systemen bei erhöhten Temperaturen. Das Spektrum der Beiträge erstreckt sich dabei von rein grundlagenorientierten bis hin zu stark anwendungsorientierten Forschungsthemen im Kontext der Endlagersicherheitsforschung, wobei sehr verschiedene chemische Randbedingungen abgedeckt werden. HiTAC soll neben Spezialisten für chemische Aspekte der Endlagersicherheitsforschung auch Wissenschaftler aus benachbarten Fachbereichen ansprechen, um den gegenseitigen Austausch in wissenschaftlichen Diskussionen zu diversifizieren und mögliche Synergien zu entwickeln. Der HiTAC(II)-Workshop wurde von KIT-INE und Uni Heidelberg co-organisiert und fand am 16. April 2015 in Heidelberg statt. Rund 40 internationale Teilnehmer diskutierten im Rahmen von Vorträgen und Postern über ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. HiTAC (III) ist für Frühjahr 2018 in Karlsruhe geplant.

 

Proceedings von ABC-Salt (IV) und HiTAC (II) mit Abstracts der Beiträge werden zeitnah von KIT-INE über KIT Scientific Publishing veröffentlicht und sind dort unentgeltlich als pdf-Datei erhältlich.


Successful analysis of radioactive waste glass from VEK operation with synchrotron based methods at the ANKA INE-Beamline

March 2015
VEK-Glas XAFS measurement
The specially designed sample holder loaded with a HAWC glass fragment is mounted on the positioning stage inside INE-Beamline experimental hutch – a block of inactive reference glass is positioned in front of the radioactive HAWC sample.

XAFS and XRF techniques available at the ANKA INE-Beamline for radionuclide science have been successfully applied for the investigation of a borosilicate type HAWC glass obtained during the industrial vitrification process at the former Karlsruhe reprocessing plant. The emphasis of this initial study was to obtain the speciation - i.e., the physical and chemical state - of various actinides and fission products immobilized in the glass matrix - a prerequisite to understand and predict their possible release and remobilization following corrosive waste glass degradation in a deep geological repository. This investigation marks the first time ever that such a material has been transferred to and analyzed at a synchrotron X-ray beamline experimental station – possible due to the close proximity of INE radiochemical labs operating a shielded box line and the ANKA synchrotron facility on KIT Campus North. The study has been recently published in Journal of Nuclear Materials - http://dx.doi.org/10.1016/j.jnucmat.2015.02.021.


HGF-Koordinationstreffen Jülich

March 2015
HGF-Koordinationstreffen Jülich
HGF-Koordinationstreffen Jülich

Am 04. und 05. März 2015 fand das erste Helmholtz-Koordinierungstreffen nach der PoF-III-Begutachtung im vergangenen Jahr statt. Im Rahmen des Programm-Topics ‚Nuclear Waste Management‘ trafen sich Vertreter des Forschungszentrums Jülich (IEK-6: Institut für Energie- und Klimaforschung - Nukleare Entsorgung und Reaktorsicherheit), des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (IRE: Institut für Ressourcenökologie) und des Karlsruher Instituts (INE) im Forschungszentrum Jülich um den Status Quo sowie das weitere strategische Vorgehen innerhalb des Programm-Topics zu diskutieren.


Schwelbrand bei Dacharbeiten am INE mit nachfolgendem Eindringen von Wasser durch Starkregen

Mai 2014

Wie aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Stuttgart zu entnehmen, kam es am vergangenen Samstag, 10. 05. 2014 bei Dacharbeiten im Institut für Nukleare Entsorgung (INE) am KIT-Campus Nord zu einem Schwelbrand an der Abdichtung einer Dehnungsfuge zwischen zwei Gebäudeteilen. Der dabei entstehende Rauch wurde über die Zuluftversorgung in den Kontrollbereich des Instituts angesaugt. Der Schwelbrand wurde rasch gelöscht. Bei einem in der Nacht zum Sonntag auftretenden Starkregen drang Regenwasser durch die nur provisorisch verschlossene Dehnungsfuge ein. Anders als verschiedentlich in der Presse berichtet, gelangte das Wasser nicht in radiochemische Labors sondern in einen Gebäudeteil außerhalb des INE-Kontrollbereichs. Dort führte das Wasser zu einem Kurzschluss in der Stromversorgung, an der sowohl die Abluftanlage sowie die Abluftüberwachung des Kontrollbereichs angeschlossen sind. Feuerwehr und technisches Personal des KIT behoben innerhalb kurzer Zeit den Schaden. Während des gesamten Zeitraums hielten sich keine Personen im Kontrollbereich auf, der überdies nachts und am Wochenende geschlossen ist. Es erfolgte keinerlei Freisetzung von Radioaktivität.


Die Abluftanlage des INE Kontrollbereichs dient dazu, einen Unterdruck in den Labors zu erzeugen. Damit wird sichergestellt, dass eine mögliche Radionuklidfreisetzung aus Versuchseinrichtungen in den dafür speziell eingerichteten radiochemischen Labors direkt in die Abluftfilter gelenkt und dort zurückgehalten wird. Sie dient daher primär dem Arbeitsschutz. Eine Gefährdung von Umwelt und Personen außerhalb der Labors kann daher bei einem Ausfall der Anlage ausgeschlossen werden. Der INE-Kontrollbereich unterliegt der Überwachung von Behörde und TÜV.


Die radiochemischen Labors des INE sind mit einzigartigen Experimentiereinrichtungen ausgestattet, die es erlauben, das Verhalten von radioaktiven Reststoffen und endlagerrelevanten Radionukliden in Endlagersystemen zu untersuchen. Wissenschaftler des INE erarbeiten grundlegende Forschungsbeiträge, die vor dem Hintergrund des in Deutschland anlaufenden Standortauswahlverfahrens dringend benötigt werden. Der Endlagerforschung im KIT-INE wurde wiederholt durch hochrangige internationale Expertengremien eine außerordentlich hohe Qualität attestiert.

Kickoff Treffen der Forschungsplattform ENTRIA

Mai 2013
ENTRIA Kickoff

Vom 24. bis zum 26. April fand in Goslar das Kick-off Treffen der Forschungsplattform ENTRIA statt, die von der Niedersächsisch Technischen Hochschule (NTH) koordiniert wird. Teilnehmer waren Vertreter der 13 Partnerorganisationen, darunter auch der KIT Institute INE und ITAS, die in einem Zeitraum von fünf Jahren Optionen für die Entsorgung radioaktiver Reststoffe vergleichen und bewerten sollen. Dabei handelt es sich um die tiefengeologische Endlagerung mit und ohne Rückholoption sowie die oberflächennahe Langzeitzwischenlagerung. Neuartig an diesem Projekt, das vom BMBF über den Projektträger Karlsruhe (PtKa) finanziert wird, ist die interdisziplinäre und ganzheitliche Herangehensweise an die Thematik: Naturwissenschaftler, Techniker, Ingenieure diskutieren mit Sozialwissenschaftlern, Philosophen und Juristen über das Problem der nuklearen Entsorgung. Bereits beim ersten Treffen wurden aus den verschiedenen Blickwinkeln interessante Aspekte und neue Sichtweisen eröffnet. Alle Beteiligten empfanden das Treffen übereinstimmend als außerordentlich spannend und inspirierend. Positiv auch die Tatsache, dass viele junge Wissenschaftler/innen an den Projekten mitarbeiten.

30 Years INE

2010
30 Jahre
30
Grill
Zelt
Luftballons
Melissa
Planschbecken
Lagos

 

Das Institut für Nukleare Entsorgung feierte

mit einem großen Familienfest

sein 30-jähriges Bestehen

 

Das INE – anfangs hieß es noch Institut für Nukleare Entsorgungstechnik – wurde im Jahr 1980 im damaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe gegründet. Zu dieser Zeit war in Deutschland die Wiederaufarbeitung von abgebranntem Brennstoff aus Kernreaktoren als einziger Entsorgungsweg vorgeschrieben. Bei der Wiederaufarbeitung werden Plutonium und Uran von den bei der Kernspaltung entstandenen Spaltprodukten abgetrennt und wieder zur Stromerzeugung eingesetzt. Die verbleibenden radioaktiven Abfälle müssen dann so behandelt werden, dass man sie sicher endlagern kann.

Mit dieser Thematik befasste sich das damals technologisch ausgerichtete INE in den achtziger Jahren. Es wurden sowohl Methoden untersucht, mit denen die Menge an radioaktiven Abfällen deutlich verringert werden konnte, als auch Verfahren entwickelt, mit denen stabile, für die Endlagerung geeignete Produkte hergestellt und getestet werden konnten.

Nach dem Verzicht auf die Wiederaufarbeitung in Deutschland im Jahre 1989 musste sich das Institut neu orientieren. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten wurde nun auf die Langzeitsicherheit der Endlagerung ausgerichtet. Von den technologisch orientierten Themen wurden nur die Arbeiten zur Verglasung hochradioaktiver Abfälle weitergeführt. Die im INE entwickelte Schmelzofen- und Prozesstechnologie ist das Herzstück der Verglasungsanlage Karlsruhe, mit der die hochradioaktiven Abfälle der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe erfolgreich in stabile, endlagergerechte Produkte überführt wurden.

Die Endlagerung radioaktiver Abfälle liegt in Deutschland in der Verantwortung des Bundes. Im Rahmen der gesellschaftlichen Vorsorgeforschung kümmern sich die Wissenschaftler aus dem INE um die hochradioaktiven Abfälle, für die es bis heute weltweit kein betriebsfähiges Endlager gibt. Die hochradioaktiven Abfälle machen zwar nur etwa 5 Prozent des Gesamtvolumens aller radioaktiven Abfälle aus, sie enthalten aber 99 Prozent der Radioaktivität. Im Mittelpunkt der Sicherheitsforschungen steht das Verhalten der langlebigen Actiniden (z. B. Plutonium, Americium und Neptunium) unter Endlagerbedingungen, weil diese Radionuklide über sehr lange Zeiträume das Gefährdungspotenzial der Abfälle bestimmen.

Langzeitsicherheitsanalysen für Endlager erfordern belastbare Voraussagen zur etwaigen Freisetzung von Radionukliden über sehr lange Zeiträume (hunderttausende von Jahren). Um solche Voraussagen machen zu können, müssen die Prozesse, die die Mobilität dieser Elemente bestimmen, auf molekularem Niveau verstanden sein. Diese Erkenntnisse lassen sich dann auf natürliche Systeme übertragen. Das INE verfolgt genau diesen Forschungsansatz, indem grundlegende Untersuchungen zur Chemie der Actiniden und anwendungsorientierte Untersuchungen in Untertagelabors miteinander verknüpft werden. Da in Deutschland noch keine Entscheidung über den Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle getroffen wurde, sind alle derzeit international diskutierten Wirtsgesteinsformationen für Endlager (Salz, Granit, Ton) in die Untersuchungen einbezogen.Solche Untersuchungen sind sehr aufwendig und anspruchsvoll. Deshalb ist die Entwicklung von experimentellen und analytischen Methoden zur Bestimmung von Actiniden im Spurenkonzentrationsbereich ein weiterer Schwerpunkt der Forschungen.

Zusammen mit den radioaktiven Labors und den extrem leistungsfähigen analytischen Methoden im INE steht dem KIT eine weltweit einmalige experimentelle Infrastruktur zur Verfügung, die in Verbindung mit der großen Expertise der INE-Wissenschaftler im Bereich der Actiniden ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Dies zeigt sich auch an dem großen internationalen Interesse. So ist das INE in dem von der EU geförderten ACTINET-Projekt eine der großen europäischen Institutionen, an denen Gastwissenschaftler und Doktoranden aus ganz Europa Actinidenforschung betreiben können. Da der Leiter des INE, Prof. Dr. Horst Geckeis, gleichzeitig einen Lehrstuhl für Radiochemie am KIT-Campus Süd innehat sind das Institut und seine Mitarbeiter eng in die Ausbildung von Studenten und wissenschaftlichem Nachwuchs auf dem Gebiet der Nuklearchemie eingebunden. Darüber hinaus sind Wissenschaftler des INE an den Universitäten Berlin, Heidelberg, Mainz und Jena in die Lehre und Ausbildung tätig.

Der wissenschaftliche Nachwuchs wird in diesem interessanten Forschungsbereich gebraucht. Denn die Sicherheit der nuklearen Entsorgung muss unabhängig von Ausstiegsszenarien gewährleistet sein. Und eine in letzter Zeit immer häufiger diskutierte Renaissance der Kernenergie wird es nur mit dem Nachweis der sicheren Entsorgung geben.

Klaus Gompper