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VEK-Projekt

VEK-Gebäude
Abb. 1: VEK-Gebäude
VEK-Schmelzofen
Abb. 2: VEK-Schmelzofen

Auf dem Gelände des heutigen KIT Campus Nord wurde von 1971 bis 1990 eine zwischenzeitlich stillgelegte und in den Rückbau überführte Pilotanlage zur Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen (Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, WAK) betrieben. Aus dem Betrieb waren ca. 60 m3 flüssiger hochradioaktiver Abfall (High Active Waste Concentrate, HAWC ) mit einer Gesamtaktivität von 7,7 E17 Bq angefallen, deren Entsorgung die Voraussetzung für den vollständigen Rückbau der WAK darstellte.

Basierend auf der vom INE entwickelten Verglasungstechnologie wurde 1999 bis 2005 angrenzend an die HAWC-Lagertanks der WAK die Verglasungseinrichtung Karlsruhe (VEK) zur Immobilisierung des HAWC errichtet. Grundlage für die Prozesstechnik der VEK und die Qualifikation des Verfahrens für die Herstellung eines genehmigten Glasproduktes waren Errichtung und Betrieb der Prototypverglasungsanlage (PVA) des INE im Maßstab 1:1. Unter Verwendung eines repräsentativen HAWC-Simulats erfolgte in mehreren Langzeittests die Prozessdemonstration einschließlich funktionellem Nachweis der Fernbedienungseinrichtung für die heißen Zellen der VEK. Der Leistungsumfang des INE für die VEK umfasste neben der Planung der gesamten Hauptprozesstechnik das edelmetalltaugliche Design und die Lieferung des keramischen Schmelzofens als Hauptkomponente. Die verfahrenstechnische Inbetriebnahme (Funktionsprüfungen und Kalttests) der Gesamtanlage wurde unter Leitung des INE durchgeführt.

Die Schmelzofentechnologie für die Verglasung stark edelmetallhaltiger Abfälllösungen hat sich bewährt. In nur 9 Monaten Verglasungsbetrieb von September 2009 bis Juni 2010 war das HAWC im Juni 2010 bei einer Anlagenverfügbarkeit von 97% vollständig in 48 Tonnen Produkt verglast. Insgesamt resultierten aus dem VEK-Betrieb 140 Glaskokillen, deren Abtransport anfangs 2011 in 5 CASTOR-Behältern zum Zwischenlager Greifswald vorgesehen ist. Danach erfolgt die vollständige Außerbetriebnahme der VEK unter Beteiligung des INE.

 

 

Ansprechpartner: Günther Roth, Wolfgang Grünewald

 

Beteiligte Mitarbeiter

 

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