HGF-Infrastrukturprojekt HOVER

HOVER-Schema HGF/NUSAFE
Schematische Darstellung des HGF-Infrastrukturprojekts HOVER

Die im Programm NUSAFE kooperierenden HGF-Zenren FZJ, HZDR und KIT realisieren an den drei Standorten die dezentrale Laborinfrastruktur "HOVER" (Helmholtz Research and Technology Platform for the Decommissioning of Nuclear Facilities and for the Management of Radioactive Waste), um die wissenschaftliche Basis für notwendige technologische Entwicklungen im Rahmen des deutschen Ausstiegs aus der Kernenergienutzung auszubauen. Zu diesem Zweck bietet HOVER einzigartige Großanlagen für die Entwicklung und Demonstration innovativer Stilllegungstechnologien. Ebenso relevant ist die Bereitstellung von radiochemischen Laboratorien, die mit modernsten Instrumenten zur Untersuchung von Radionukliden einschließlich α-emittierender Aktiniden und nuklearen Abfallformen ausgestattet sind. Es gilt diejenigen Prozesse im Detail zu verstehen, die das Verhalten der Abfallformen und der in ihnen enthaltenen Radioelemente in den derzeitigen Zwischenlagern und einem zukünftigen tiefengeologischen Endlager über die jeweils relevanten Zeiträume bestimmen. Entsprechende Laborinfrastrukturen sind in Deutschland nur noch an den drei genannten Helmholtz-Zentren verfügbar. Somit tragen diese eine besondere Verantwortung für die Forschung im Zusammenhang mit einem wesentlichen Aspekt der erfolgreichen Umsetzung der deutschen "Energiewende": dem sicheren Rückbau der abgeschalteten Nuklearanlagen und der langfristigen Entsorgung der hochradioaktiven Abfallformen aus der Kernenergienutzung. Hierbei wird die gesamten Prozesskette von der Stilllegung der Anlagen bis zur sicheren Entsorgung nuklearer Abfälle berücksichtigt.